Gründung
Das Label tasca fims munich wurde im Jahre 2000 von Bernt Engelmann und Gisela Wunderlich gegründet. Prof. Bernt Engelmann ist Bildender Künstler und Soziologe,
Gisela Wunderlich Bildende Künstlerin und Dozentin für Malerei und Kunstgeschichte in der Erwachsenenbildung. Beide haben jahrzehntelange Erfahrung in der Kunstvermittlung.

Bernt Engelmann
Lebt in München und Vinci (Italien). Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München, Studium der Soziologie, Psychologie und Kunstgeschichte an der LMU München, 1994 – 2007 Dozent für Neue Medien an der AdBK München. Freiberufliche Tätigkeit als Filmautor im Bereich Filmessay, Dokumentation, Experimentalfilm

Gisela Wunderlich
lebt in München, Kunststudium, Kunstpädagogin, freie Künstlerin, Dozentin im Bereich Malerei und Kunstgeschichte in der Erwachsenenbildung,
kunsthistorische Seminare und Führungen im In- und Ausland, Co-Autorin im Bereich Filmessay, Dokumentation, Experimentalfilm in Zusammen-arbeit mit Bernt Engelmann
Arbeitsweise
Der klassische Film musste aufgrund seiner komplexen und aufwendigen Technik von Beginn an arbeitsteilig organisiert werden. Für Bildende Künstler ist es selbstverständlich, von der Konzeption über die Kenntnisse technisch-handwerklicher Umsetzung bis zur Fertigstellung eines Kunstwerks alle Phasen der Realisierung autonom zu bewerkstelligen. Daher ist es für tasca films munich selbstverständlich, dass von der Recherche und Konzeption eines filmischen Vorhabens, die Kameraarbeit, den Postproduction, die Audiogestaltung bis zum Mastering sämtliche Arbeitsabschnitte von den Autoren selbst bewerkstelligt werden. Dies schließt nicht aus, dass bei umfangreichen Projekten Mitarbeiter einbezogen werden.
work in progress
Ebenfalls abgeleitet von der Arbeit Bildender Künstler ist die Arbeitsweise. In den letzten Jahren sind eine Reihe von filmischen Künstlerporträts entstanden, die alle als work in progress realisiert wurden. Selbstverständlich basieren alle Projekte auf einer gründlichen Recherche und Vorbereitung. Die konkrete Umsetzung in Ateliers kann gar nicht anders als als work in progress gedacht werden, wenn man den Protagonisten ernst nimmt und mit ihm in eine offene Kommunikation tritt.
Die dabei entstehenden Interviews und Realaufnahmen sind nicht prognostizierbar. Allerdings bedeutet dies einen enormen Aufwand in der Postproduction, weil umfangreiches Material gesichtet und bewertet werden muss. Gleichzeitig können viele inhaltliche Entscheidungen erst hier auf der Grundlage des entstandenen Interviewmaterials getroffen werden.
Von der Doku zum Filmessay
Während sich viele klassische Filmdokumentationen darauf verlassen, Inhaltliches aussschließlich über Statements von Protagonisten zu transportieren geht es tasca films munich immer um die Darstellung der komplexen Zusammenhänge, in welchen sich künstlerische Arbeit entwickelt. Das betrifft die materiellen Umstände ebenso wie zeitgeschichtliche Strömungen oder psychologische Faktoren. Um diese mitzutransportieren erscheint uns ein anspruchsvoller Off-Text adäquat. Auch dieser wird je nach Entwicklung des Projekts jeweils angepasst. Gleichzeitig entwickelt sich ein solcher Film zu einem dezidierten Statement der Autoren. Dies wollen sie mit der Bezeichnung Filmessay auch zum Ausdruck bringen.
