Heinz Butz

Eremit am leeren Tisch
In der Bildwerkstatt des Zeichners
und Malers Heinz Butz

Buch, Regie, Kamera, Schnitt,
Bernt Engelmann | Gisela Wunderlich

90 Min., HD – Digital, Farbe, s/w, Dolby 2.0

Sprecher: Andreas Neumann
Audiobearbeitung: Jörg Scheuermann

Musik: Ardhi Engel, Multiinstrumente,
Anouar Brahem, Oud, Amon Düül, u.a.

Unter Mitwirkung von:  Prof. Dr. Gottfried Boehm, Basel, Franz Hitzler, München, Fred Jahn, München, u.v.a.

Realisiert mit der freundlichen Unterstützung durch die Erwin und Gisela von Steiner-Stiftung, München und durch Monica Giedion-Risch, Zürich.

 

 

 

 

 

1925 geboren zählt Heinz Butz zur Generation deutscher Künstler, die unmittelbar nach der Zeit des kunstfeindlichen Nationalsozialismus und belastet von traumatischsten Kriegserfahrungen einen künstlerischen Neubeginn suchen. Aus der Kriegsgefangenschaft schwer verwundet heimgekehrt wendet er sich bei der Naturforschenden Gesellschaft Augsburg zunächst einem präzisen Pflanzenstudium zu. Die Botanik führt ihn zu einem zeichnerischen Verfahren, das er zeitlebens als „Erkenntnisprozess“ betreibt. Hunderte von eng bezeichneten Skizzenbüchern geben Zeugnis einer täglichen Auseinandersetzung.
An der Kunstschule Augsburg und, daran anschließend, in einem zwölfsemestrigen Studium an der Münchner Akademie der Bildenden Künste eignet er sich grundlegendes Handwerkszeug an. Seine Lehrtätigkeit in Augsburg (1954-67) wie an der Münchner Kunstakademie (1967-91) hat wohl dazu beigetragen, dass auch sein eigenes künstlerisches Schaffen stets von einer reflektierten Haltung begleitet war.
In der bildnerischen Anverwandlung der Avantgarde des 20. Jahrhunderts entwickelt Heinz Butz nach und nach eine eigene Bildsprache, die im Laufe von über sieben Jahrzehnten zur Realisierung unterschiedlichster Werkgruppen führt, viele davon eher bescheiden und kleinformatig im Auftritt.
An der Münchner Akademie der Bildenden Künste lehrt er von 1967–91 und betreut u.a. den Aktsaal, wo er selbst zusammen mit den Studierenden leidenschaftlich das Aktzeichnen betreibt. Als Lehrer ist er vielen bekannt, sein künstlerisches Oeuvre wartet jedoch drei Jahrzehnte auf Entdeckung. Erst ab 1984 wird er von namhaften Galeristen einem Publikum präsentiert, das sich für unspektakuläre, aber authentische künstlerische Arbeiten interessiert.
Der Baseler Kunsthistoriker Gottfried Boehm sowie viele andere Wegbegleiter nehmen im Film Stellung zu Person und Oeuvre. Sie eröffnen dem Betrachter überraschende Zugänge sowohl zu einem wenig bekannten Künstler als auch zu einer Epoche der deutschen Nachkriegszeit in München, die bisher viel zu wenig Beachtung gefunden hat.

»Was wir sehen, ist visuelle Kammermusik. Man täusche sich nicht: Diese diskrete Haltung verfügt über ihr eigenes Selbstbewusstsein, und ihre Klarheit unterscheidet sich von vielem, was sie in der Öffentlichkeit übertönt«.

Gottfried Boehm

Die DVD ist erhältlich
zum Preis von € 20,00
(inkl. 19% MWSt., Verpackg. und Versand)
Bestellung unter info@tascafilmsmunich.de

 

 

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