Ad Parnassum

Paul Klee
Ad Parnassum

Filmessay
von Bernt Engelmann und Gisela Wunderlich

Regie, Buch, Kamera, Postproduction, Colour Grading
Bernt Engelmann und Gisela Wunderlich

90’, HD, Farbe, s/w, Dolby 2.0, Stereo
deutsch/englisch/französisch

Klees Ruf an das Bauhaus in Weimar katapultiert ihn 1920 mitten in ein Bildungsexperiment, das in der Nachkriegsdepression so unwahrscheinlich wie herausfordernd war. Im Kollegium mit namhaften Künstlern seiner Zeit gerät Klee in die Turbulenzen einer Epoche, in der technologische Innovationen geradezu explosionsartig die Alltagswelt verändern. Das Bauhaus versucht, darauf auch in ästhetischer Hinsicht Antworten zu finden.

Mit dem erzwungenen Umzug nach Dessau und den futuristischen Bauten von Walter Gropius gerät das Bauhaus noch schneller als in Weimar in Konflikt mit einer zutiefst rechtskonservativen Bevölkerung. Endlose Diskussionen im Kollegium und die Umgestaltung des Bauhauses in eine Design- und Architekturhochschule hindern Klee so sehr an seiner eigenen künstlerischen Arbeit, dass er sich entschließt, an die Akademie in Düsseldorf zu wechseln. Schon zwei Jahre später wird er dort von den Nationalsozialisten entlassen und emigriert in die Schweiz. Äußerst bescheidene Wohnverhältnisse und die schwere Erkrankung an der unheilbaren Sklerodermie hindern Klee nicht, ein Spätwerk zu schaffen, das in der klassischen Moderne seinesgleichen sucht.

»Ad Parnassum« gilt zurecht als eines der herausragenden Meisterwerke Paul Klees. Während seines relativ kurzen Aufenthalts in Düsseldorf entstanden zählt es zu den wenigen großformatigen Arbeiten Klees. Dieses Bild kann man quasi als bildnerisches Vermächtnis sehen, denn es zelebriert auf einmalige Weise Klees Intention, formale Strenge und poetische Freiheit in Einklang zu bringen.

Realisiert anlässlich der Ausstellung Paul Klee »Konstruktion des Geheimnisses« in der Pinakothek der Moderne,
München.Die Kurzversion dieses Films (40Min.) läuft in der Ausstellung)

Für freundliche Unterstützung danken wir:
Zentrum Paul Klee Bern
Klee-Nachlassverwaltung Hinterkappelen/Schweiz
Kunstmuseum Bern
sowie zahlreichen Museen, Archiven und Privatsammlern

Unter Mitwirkung von:
Michael Baumgartner
Joachim Jung
Oliver Kase
Bernhard Maaz
Anna Schafroth
Michael Siebenbrodt
Wolfgang Thöner

Sprecher(in): Beate Himmelstoß, Jürgen Jung, Walter Siegfried
Sprecher englische Version: David Kehoe
Sprecherin französische Version: Sophie Vaagt

Musik:
David van Dijk, Violine
Joh. Seb. Bach, Partita d-moll, BWV 1004 Allemande
Joh. Seb. Bach, Partita E-Dur, BWV 1006 Preludio

John Surman: Snooper, ECM Selected Recording, :rarum 13

Improvisationen von
Jakob Lakner, Klarinette
Manuel Mittelbach, Oboe
Johanna Varner, Cello,
Dick Toering, Gitarre
Maria Roters, Piano
Christine Schuster, Akkordeon

Audionachbearbeitung: Jörg Scheuermann

Digital Management: Hubert Sedlatschek

Demonstration Ölpause: Thomas Sebening

Digitale Bildbearbeitung: Iska Jehl

 

Die DVD ist erhältlich zum Preis von € 20,00
(inkl. 19% MWSt., Verpackg. und Versand)
Bestellung unter info@tascafilmsmunich.de

 

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